Geschichte des Industrieparks!
Viele kleine und mittlere Unternehmen sind in den letzten Jahren im Industriepark der EURO NOVA am Dreiländereck Italien/Slowenien/Österreich entstanden um das ehemalige wirtschaftliche Potential der BBU zu ersetzen.
Als ein österreichisches Modell für Standortrecycling hat die EURO NOVA ohne Subventionen und aus eigener Kraft einen Revitalisierungsschub zustandegebracht. Ein Erfolg, an den nach einigen negativen Umweltberichten niemand so recht geglaubt hat. Der internationale Umbruch der Wirtschaft wird hier in Arnoldstein hautnah spürbar.
So hat EURO NOVA die Ressourcen des Standortes optimal genutzt und neben der Ansied-lung von ca. 35 Unternehmen, darunter Leitbetriebe wie die CHEMSON Polymer Additive AG, die Chemetall GmbH, die BMG Metall und Recycling GmbH und die ABRG Asamer Be-cker Recycling GmbH ein Umweltkompetenzzentrum geschaffen, dessen Aufgabe es ist, um bereits bestehende Unternehmen herum ein Zentrum der Sekundärrohstoffaufarbeitung zu schaffen.
- 1495 Ulrich, Georg und Jakob Fugger errichten in Gailitz eine Saigerhütte und Messhämmer
- 1570 Verkauf der Fuggerschen Besitzungen an das Kloster Arnoldstein
- 1811 Aufnahme der Bleiglätteerzeugung in Gailitz durch den Töpfermeister und Bleihändler Sebastian Maier
- 1814 Errichtung des Gailitzer Schrotturmes durch Simon Wallner
- 1880 Kauf der Minium-, Glätte- und Bleiwarenfabrik von Aloisia Krischmann durch die BBU
- 1881 Bau und Inbetriebsetzung der neuen Bleihütte in Gailitz durch die BBU
- 1887 Umbau des Schrotturmes
- 1904 Übergang auf mineralische Brennstoffe im Hüttenbetrieb
- 1906 Schließung des alten Hüttenbetriebes in Bleiberg und Übernahme der gesamten Bleierzverhüttung durch die Hütte Arnoldstein
- 1907 Errichtung des Kraftwerkes "Werkstätte" durch die BBU
- 1919 Einstellung der Glätteerzeugung in Gailitz
- 1922 Inbetriebsetzung des Schachtofens der Bleihütte; gleichzeitige Verbesserung der Produktionsverhältnisse durch Einsatz einer elektrostatischen Gasreinigung
- 1923 Errichtung des Kraftwerkes "Maglern" durch die BBU
- 1924 Aufnahme der Bleiweißerzeugung nach dem Verfahren von Dr. Kalkow
- 1929 Stillegung der Gailitzer Bleifarbenwerke
- 1934 Aufnahme der Lithoponefabrikation in Gailitz
- 1935 Errichtung des 1. Rundherdofen nach dem Patent des Freiherrn von Schlippenbach
- 1940 Bau des Kraftwerkes "Thörl" durch die BBU
- 1950 Inbetriebsetzung der neuen Lithoponefabrik mit Zinkvitriol-, Bariumchlorid- und Röntgenbariumproduktion
- 1951 Inbetriebnahme der neuen Rösthütte und Schwefelsäurefabrik
- 1955 Die Zinkelektrolyse Arnoldstein nimmt die Metallerzeugung auf
- 1956 Erste Erzeugung von Elektrolytcadmium
- 1957 In der Zinhütte läuft die Erzeugung von Germaniumkonzentrat an
- 1961 Die neuerbaute Superphosphatfabrik nimmt den Betrieb auf
- 1962 Stillegung des Schachtofenbetriebes der Bleihütte
- 1964 Aufnahme der Produktion von Stabilisatoren für PVC
- 1970 Aufnahme der Produktion von Bleisalzen, Bleinitrat und Bleiacetat
- 1972 Stillegung der Lithoponeproduktion zugunsten anderer Erzeugnisse; Inbetriebnahme eines zweiten Dörschelofens bei der Zinkhütte zur Verarbeitung von bleihältigen Rückständen
- 1973 Umstellung der Erzröstung auf das moderne Wirbelschichtverfahren
- 1974 Erweiterung der Stabilisatorenproduktion; Stillegung der Schrotfabrik
- 1975 (-1778) Modernisierung und Erweiterung der Zinkelektrolyse
Von 1988 bis 1989 wurden aus der Bleiberger Bergwerks Union die operativen Bereiche in vier GmbH´s ausgegliedert, die in den Folgejahren verkauft wurden und bis heute die Basis des Standortes darstellen.
Ende 1991 begann die EURO NOVA mit der Umsetzung der Industrieparkkonzeption. Durch eine 1992 in den Medien sehr emotional geführte Diskussion über am Standort vorhandene Altlasten geriet die Umsetzung zwischenzeitig jedoch ins Stocken. Daraufhin wurde der gesamte Standort auf das Vorhandensein von Altlasten und davon ausgehende Gefährdungs-pfade untersucht und die Sanierung der Altlasten mit einer Gesamtprojektssumme von ca. 513 MioS begonnen. Bis zum heutigen Tag ist die Sanierung zu 100 % abgeschlossen und kann der Standort als saniert bezeichnet werden.
Nach der Umstellung der Strategie der EURO NOVA gelang bereits Ende 1992 die erste Betriebsansiedlung und konnte der Standort in der Folge erfolgreich weiterentwickelt werden, sodass bis dato insgesamt 33 Firmen mit ca. 650 Mitarbeitern am Standort angesiedelt sind und das ehemalige wirtschaftliche Potential der Bleiberger Bergwerks Union ersetzen.
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